Am 31. Oktober ist Halloween und eins vorweg – ich kann mit diesem Unsinn beim besten Willen nichts anfangen. Für mich ist Halloween eine Mischung aus Karneval, Geisterbahn, Kürbisfratzen und Zuckerschock. Bisher habe ich von Halloween zum Glück kaum etwas mitgekommen. Man hat darüber gelesen, hat im Netz die geschnitzten Kürbisse gesehen, doch bei uns im Dorf ist dieser Brauch noch nicht angekommen und ich hoffe, das bleibt auch so – ich verwende meine Kürbisse lieber zur Dekoration.
Wie so vieles andere ist Halloween eine Tradition, die von den Amerikanern zu uns gekommen ist. Vor 20 Jahren hat noch niemand Halloween gefeiert und jetzt tun alle so, als ob es nicht mehr ohne geht. Möchte nicht wissen, was uns als nächstes erwartet. Kürbisse sinnlos niederzumetzeln und auszuhöhlen, ist nicht nur Verschwendung, sondern auch richtig eklig. Ich bleibe dabei, Kürbis ist für die Suppe oder im Herbst als Deko. Letztes Jahr erzählte mir eine Freundin, die in München lebt, dass an Halloween auch doofe Fanatiker Türen beschmieren, faule Eier an die Hauswand klatschen oder den Vorgarten verwüsten. Im Schutz der Dunkelheit und versteckt hinter einer Maske, fallen dann bei jugendlichen Geistern nicht selten die Hemmschwellen. Entstanden ist Halloween in Irland und Auswanderer brachten so den Brauch in die USA. Dort kam dann der für Halloween typische Kürbis ins Spiel und es entstand die Sitte, dass Kinder von Haus zu Haus ziehen und um Süßigkeiten bitten – oder mit Streichen drohen. Inzwischen ist auch bei uns Halloween angekommen und rollt wie eine Lawine über das Land, über die sich besonders der Handel freut.
Für die einen ist Halloween ein Highlight des Herbstes, doch viele würden am liebsten die Türklingel abstellen. Jeder kann für sich entscheiden, ob er lieber Halloween oder einfach nur den Herbst mit seinen Farben, Früchten und Stimmungen feiern möchte. Herbstdekorationen in Form von Zierkürbissen, Kränzen und Pflanzen sind mir einfach lieber. Sie dürfen auch im Garten vor der Haustüre oder auf der Terrasse platziert werden und abends mit Teelichtern oder Laternen eine schöne Lichtquelle darstellen. Sieht dann schöner aus, als eine Kürbisfratze.